1

Matrix42 Empirum Variable

Die Paketierung mit der Setup.inf von Matrix42 Empirum ist zwar etwas unübersichtlicher als mit Microsoft SCCM, allerdings wird uns ein wenig mit einer Empirum Variable unter die Arme gegriffen. Variablen können selbst erstellt werden, aber es gibt auch eine große Liste an vordefinierten Variablen. Wie das funktioniert, und wie es eingesetzt werden kann, könnt ihr bei uns nachlesen.

geralt / Pixabay

 

Empirum Variable erstellen

Eine Variable in der Setup.inf zu erstellen ist ganz einfach! Die Definition lautet wie folgt:

DEINEVARIABLE1="C:\your directory"
DEINEVARIABLE2=Text
DEINEVARIABLE3=Text2

Beispiel:

server-sharepoint=10.50.1.150

In der Variable %server-sharepoint% steht nun der Wert „10.50.1.150“.

Achtung!

Variablen in Empirum werden immer OHNE „%“ definiert, bzw. erstellt.

 

Empirum Variable verwenden

Um diese Variablen zu verwenden, müssen diese Variablen nun am Anfang und am Ende mit einem „%“ geschrieben werden.

Definition:

deinevariable="C:\directory"

Aufruf:

Call %deinevariable%\install.exe

 

Beispiel: In der Setup.inf in Zeile 112-115 werden solche Variablen definiert und im unteren Teil (Ab Zeile 156) verwendet.

 

Empirum Variable Übersicht

Hier gibt es eine Übersicht der Variablen, die von seitens Empirum schon vordefiniert sind. Ich empfehle mit diesen zu arbeiten. Erstens erleichter es Schreibarbeit und Zweitens werden somit „Tippfehler“ vermieden.

Variable Bedeutung
Accessories Verzeichnis der Verknüpfungen für Zubehör (relativ zu Startmenü\Programme).
AdminTools Benutzerabhängiges Verzeichnis im Startmenü für die Verwaltungsprogramme.
App Applikationsverzeichnis, also das Zielverzeichnis, das vom Benutzer eingegeben wurde, bzw. durch ApplicationDir  vordefiniert wurde. Handelt es sich um eine Shared-Installation, so dass die Anwendungen von einem Server gestartet wurden, handelt es sich um das Verzeichnis auf dem Server, in das durch ein Setup /A kopiert wurde. Für das lokale Verzeichnis muss dann %Client% benutzt werden.
AppData Benutzerabhängiges Verzeichnis für Anwendungsdaten.
AppPaths Schlüssel in der Registrierungsdatenbank, unter dem die Pfade für die Applikationen abgelegt sind.
CDBurnArea Benutzerabhängiges Verzeichnis für Puffer beim CD/DVD Brennen.
Client Clientverzeichnis auf dem lokalen Computer, falls es sich um eine Shared-Installation handelt und auf dem lokalen Computer spezifische Dateien abgelegt werden müssen, die nicht auf dem Server oder in einem Verzeichnis wie %Windows% untergebracht sind. Wird keine Shared-Installation durchgeführt, ist der Wert identisch mit %App%.
ClientSrcDir Quellverzeichnis für Dateien nach einer Administrator-Installation, die pro Client benötigt werden, z.B. Dateien für das Windows-Verzeichnis. Das Verzeichnis ist relativ zum Installationsverzeichnis und wird durch ClientSrcDir definiert.
CLRDir Pfad zum .NET CLR-System-Verzeichnis (steht erst unmittelbar vor dem Aufruf des Befehls RegAsm zur Verfügung).
CommonAdminTools Gemeinsames Verzeichnis für Verknüpfungen zu Admin-Tools.
CommonAppData Gemeinsames Verzeichnis für Anwendungsdaten.
CommonDesktop Gemeinsames Verzeichnis für den Desktop aller Benutzer.
CommonDocuments Gemeinsames Verzeichnis für Dokumente.
CommonFavorites Gemeinsames Verzeichnis für Favoriten.
CommonFilesDir Verzeichnis für gemeinsam genutzte Komponenten eines Herstellers. Jeder Hersteller legt darunter ein eigenes Verzeichnis an, z.B. „Microsoft Shared“.
CommonFilesDirx86 Verzeichnis für 32-Bit gemeinsam genutzter Komponenten eines Herstellers auf 64-Bit Computern. Jeder Hersteller legt darunter ein eigenes Verzeichnis an, z.B. „Microsoft Shared“.
CommonMusic Gemeinsames Verzeichnis für eigene Musik.
CommonPictures Gemeinsames Verzeichnis für eigene Bilder.
CommonPrograms Gemeinsames Verzeichnis für Verknüpfungen zu Programmen (Startmenü/Programme).
CommonStartMenu Gemeinsames Verzeichnis für das Startmenü.
CommonStartup Gemeinsames Verzeichnis für Autostart-Verknüpfungen.
CommonTemplates Gemeinsames Verzeichnis für neue Dokumente (wird beim Befehl Neu des Explorer verwendet).
CommonVideo Gemeinsames Verzeichnis für eigene Videos.
Company Name der Firma, die durch den Benutzer eingegeben oder durch DefaultCompany vordefiniert wurde.
ComputerName Name des Computers.
Cookies Benutzerabhängiges Verzeichnis für die Internet Explorer Cookies.
Data Datenverzeichnis, der durch DataDir vordefiniert werden kann.
Desktop Benutzerabhängiges bzw. gemeinsames Verzeichnis für den Desktop (je nach Einstellung von CommonShellLinks).
DeveloperName Name des Herstellers, welcher durch DeveloperName definiert wurde.
DeveloperNameShort Kurzname des Herstellers, welcher durch DeveloperNameShort definiert wurde.
DomainName Name der Domäne oder Arbeitsgruppe.
ErrorLevel Error Level nach einem CALL Befehl.
ExactSysTime Aktuelles Datum im Format HH:MM:SS.mmm.
Favorites Benutzerabhängiges Verzeichnis für bevorzugte Dateien (Favoriten).
Fonts Verzeichnis für Schriftarten.
Games Verzeichnis der Verknüpfungen für Spiele (relativ zu Startmenü\Programme).
History Benutzerabhängiges Verzeichnis für den Internet Explorer Verlauf.
InstalledVersion Zuletzt installiere Version, kann nur im Abschnitt Requirements benutzt werden.
InstalledRevision Zuletzt installiere Version, kann nur im Abschnitt Requirements benutzt werden.
InternetCache Benutzerabhängiges Verzeichnis für den Internet Explorer Cache.
IsLaptop Liefert „1“, wenn es sich um ein Laptop (Notebook) handelt, „0“ wenn es kein Laptop (Notebook) ist.
LocalAppData Benutzerabhängiges Verzeichnis für lokale Einstellungen.
LocalSettings Lokale Einstellungen
LongSysTime Aktuelles Datum im Format HH:MM:SS.
MachineKeyName Schlüssel in der Registrierungsdatenbank, unter dem Versionsinformationen der installierten Anwendung abgelegt werden. Kann durch MachineKeyName definiert werden.
MediaPath Verzeichnis für Multimedia-Dateien wie WAV, RMI usw.
Multimedia Verzeichnis der Verknüpfungen für Multimedia Tools (relativ zu Startmenü\Programme).
MyMusic Benutzerabhängiges Verzeichnis für eigene Musik.
MyPictures Benutzerabhängiges Verzeichnis für eigene Bilder.
MyVideo Benutzerabhängiges Verzeichnis für eigene Videos.
NetHood Benutzerabhängiges Verzeichnis für die Netzwerkumgebung.
Option Kompletter Name der Option, die gerade verarbeitet wird, bei hierarchischen Optionen mit komplettem Pfad, z.B. Samples\Video.
OptionName Bei hierarchischen Optionen (z.B. Samples\Video), hinterster Teil des Namens einer Option, z.B. Video.
OptionText Text der Option, die gerade verarbeitet wird.
OS.BuildNumber Die Build-Nummer des Betriebssystems, z.B. „7601“.
OS.CSDVersion Das installierte Service Pack auf dem System, z.B. „Service Pack 1“.
OS.DisplayString Vollständiger Name des Betriebssystems, z.B. „Microsoft Windows 7 Professional Service Pack 1 (build 7601), 64-bit“.
OS.MajorVersion Die größere Nummer der Version des Betriebssystems, z.B. „6“.
OS.MinorVersion Die kleinere Nummer der Version des Betriebssystems, z.B. „1“.
OS.Name Name des Betriebssystems, z.B. „Windows 7“.
OS.PlatformId Die Betriebssystem-Plattform Nummer, siehe auch msdn.microsoft.com.
OS.ProductType Zusätzliche Informationen über das System, siehe auch msdn.microsoft.com.
OS.ServicePackMajor Die größere Nummer der Version des installierten Service Packs auf dem System, z.B. „1“.
OS.ServicePackMinor Die kleinere Nummer der Version des installierten Service Packs auf dem System, z.B. „0“.
OS.SuiteMask Bitmaske, die die Produkt-Suiten auf dem System identifiziert, siehe auch msdn.microsoft.com.
Personal Benutzerabhängiges Verzeichnis für persönliche Daten.
PrinterDriverDir Verzeichnis für die Druckertreiber. Kann durch die Variablen PrintServer und PrintEnvironment im Abschnitt Application beeinflusst werden. Dorthin sollten Druckertreiber und Druckmonitore kopiert werden.
PrintHood Benutzerabhängiges Verzeichnis für die Druckumgebung.
PrintProcessorDir Verzeichnis für den Druckprozessor von Windows NT. Kann durch die Variablen PrintServer und PrintEnvironment im Abschnitt Application beeinflusst werden.
ProductID Seriennummer des Produktes. (Eingabe durch den Benutzer noch nicht implementiert).
ProductName Name des Paketes, das durch ProductName definiert wurde.
ProductNameShort Kurzname des Produktes, welcher durch ProductNameShort definiert wurde.
ProgramFilesDir Verzeichnis für Anwendungsprogramme. Jede Anwendung legt darunter ein eigenes Verzeichnis an, z.B. „Phoenix“.
ProgramFilesDirx86 Verzeichnis für 32-Bit Anwendungsprogramme auf 64-Bit Computern. Jede Anwendung legt darunter ein eigenes Verzeichnis an, z.B. „Phoenix“.
Programs Benutzerabhängiges bzw. gemeinsames Verzeichnis für Verknüpfungen zu Programmen (je nach Einstellung von CommonShellLinks).
Recent Benutzerabhängiges Verzeichnis für die zuletzt bearbeiteten Dokumente.
ReinstallString Zeichenkette, die von der Systemsteuerung benutzt wird, um mit dem Setup-Programm ein Reinstall aufzurufen. Kann durch ReinstallString definiert werden.
Revision Revisionsnummer des Produktes, welche durch Revision definiert wurde.
SendTo Benutzerabhängiges Verzeichnis für das „Senden an“ Menü des Explorer.
SetupBits Anzahl der Bits der Version des laufenden Setup-Programms, z.B. 32-Bit oder 64-Bit.
SetupInf Vollständiger Name der Datei Setup.inf, mit der Setup gestartet wurde.
SetupInfDir Verzeichnis, in dem die Datei Setup.inf liegt, relativ gesehen zum Applikationsverzeichnis, das durch SetupInfDir definiert wurde.
SetupInfFileName Vollständiger Name der Datei Setup.inf, mit der Setup gestartet wurde.
SetupInfPathName Pfadname zur Datei Setup.inf.
SetupInfServerName Servername des Servers, von dem aus Setup.inf geladen wurde.
SetupName Name des Setup-Programms, der im Fenstertitel angezeigt wird und durch SetupName definiert wurde.
SoftwareDepotDistributionFlags, <Bit> Die Verteilungsflags werden vor der Installation des jeweiligen Paketes in das Environment des Computers geschrieben und können über diese Variable abgefragt werden. Mögliche Werte für <Bit> siehe Funktionen für die If Abfrage.
Src Quellverzeichnis, aus dem die Dateien für die Installation kopiert werden, die durch SrcDir definiert wurde.
StartMenu Benutzerabhängiges bzw. gemeinsames Verzeichnis für das Startmenü (je nach Einstellung von CommonShellLinks).
Startup Benutzerabhängiges bzw. gemeinsames Verzeichnis für Autostart-Verknüpfungen (je nach Einstellung von CommonShellLinks).
SysDate Aktuelles Datum im Format TT.MM.JJJJ.
SysTime Aktuelles Datum im Format HH:MM.
System Windows-Systemverzeichnis. Falls eine Datei auf dieses Verzeichnis kopiert werden soll und das Verzeichnis nicht beschrieben werden kann, kopiert Setup die Datei stattdessen automatisch ins Windows-Verzeichnis. Falls der Name dieses Verzeichnisses irgendwo abgelegt werden muss (z.B. in der Registrierungsdatenbank), muss die Variable %WriteableSystem% benutzt werden.
SystemTools Verzeichnis der Verknüpfungen für Systemprogramme. (relativ zu Startmenü\Programme).
Templates Benutzerabhängiges Verzeichnis für neue Dokumente (wird beim Befehl Neu des Explorer verwendet).
UninstallDisplayName Zeichenkette, die in der Systemsteuerung erscheint, wenn die Anwendung installiert wurde, so dass sie wieder deinstalliert werden kann. Kann durch UninstallDisplayName definiert werden.
UninstallKeyName Namen des Schlüssels in der Registrierungsdatenbank, der zum Deinstallieren einer Anwendung benötigt wird. Kann durch UninstallKeyName definiert werden.
UninstallString Zeichenkette, die von der Systemsteuerung benutzt wird, um das Uninstall-Programm aufzurufen. Kann durch UninstallString definiert werden.
User Name des Benutzers, der durch den Benutzer eingegeben oder durch DefaultUser vordefiniert wurde.
UserDesktop Benutzerabhängiges Verzeichnis für den Desktop des angemeldeten Benutzers.
UserKeyName Schlüssel in der Registrierungsdatenbank, unter dem benutzerspezifische Informationen gespeichert werden. Kann durch UserKeyName definiert werden.
UserProfile Benutzerabhängiges Stammverzeichnis.
UserPrograms Benutzerabhängiges Verzeichnis für Verknüpfungen zu Programmen (Startmenü/Programme).
UserStartMenu Benutzerabhängiges Verzeichnis für das Startmenü.
UserStartup Benutzerabhängiges Verzeichnis für Autostart-Verknüpfungen.
Version Versionsnummer des Produktes, welche durch Version definiert wurde.
Windows Windows-Verzeichnis.
WindowsBits Anzahl der Bits der Version von Windows, z.B. 32-Bit oder 64-Bit.
WindowsName Name des Betriebssystems, wie es in der Registrierungsdatenbank (HKLM\Software\Microsoft…) unterschieden wird. Er ist entweder „Windows“ oder „Windows NT“.
WindowsUser Name des Benutzers, wie er in Windows angemeldet ist.
WindowsVersion Versionsnummer von Windows, z.B. 4.0, 4.10, 5.0 6.0 usw. Bitte beachten Sie, dass die Zahlen hinter dem Komma immer zweistellig sind (außer 0).
WriteableSystem Windows-Systemverzeichnis oder das Windows-Verzeichnis, falls das Systemverzeichnis nicht beschreibbar ist. Dies ist meist bei einem Shared Windows der Fall. Kann für die Registrierungsdatenbank usw. benutzt werden, um Dateien zu beschreiben, die statt ins System- ins Windows-Verzeichnis kopiert werden sollen.
$Batch Alle Stapel Benutzer.
$CreatorOwner Alle Erzeuger/Besitzer.
$Dialup Alle Remote Benutzer.
$DomainAdmin Domänen Administrator.
$DomainAdmins Domänen Administratoren.
$DomainGuest Domänen Gäste.
$DomainUsers Domänen Benutzer.
$Everyone Jeder.
$Interactive Alle interaktiven Benutzer.
$Local Alle Benutzer, die lokal angemeldet sind.
$LocalAccountOps Lokale Kontooperatoren (nur Server).
$LocalAdmins Lokale Administratoren.
$LocalBackupOps Lokale Backupoperatoren.
$LocalCertsvcDCOMAccessGroup Lokale DCOM Sicherheitsgruppe für DCOM Zugriff (nur Server).
$LocalDCOMUsers Lokale DCOM Benutzer Gruppe (nur Server).
$LocalGuests Lokale Gäste.
$LocalIUsers Lokale interaktive Benutzer (nur Server).
$LocalPowerUsers Lokale Hauptbenutzer.
$LocalPrintOps Lokale Druckoperatoren (nur Server).
$LocalRASServers Lokale RAS Server Gruppe (nur Server).
$LocalRemoteDesktopUsers Lokale Terminal Server Benutzer Gruppe (nur Server).
$LocalSystem Lokales Systemkonto.
$LocalSystemOps Lokale Systemoperatoren (nur Server).
$LocalTSLicenseServers Lokale Terminal Service Lizenz Server Gruppe (nur Server).
$LocalUsers Lokale Benutzer.
$Network Alle Netzwerk Benutzer.
$Service Alle Dienste.
$SID Security Identifier (SID) des angemeldeten Benutzers, oder von LOCALSYSTEM (wenn kein Benutzer angemeldet ist).

Daten von Empirum Helpfiles.

Johannes Huber
 

In seiner Freizeit macht Johannes nichts lieber, als für ITnator Beiträge zu schreiben. Input bekommt er hierfür von Problemen in der IT Administration von Servern, Clients und vielen weiteren IT Komponenten.

  • alex sagt:

    Toller Artikel, vielen Dank! lg alex

  • sidebar
    >