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WSUS Update Ordner verschieben

In Unternehmen und Firmen werden meist WSUS (Windows Server Update Services) Server eingesetzt, um die Windows Updates steuern zu können, aber auch die benutzte Bandbreite zu minimieren. Allerdings gibt es inzwischen sehr viele Windows Produkte, und die Dateigrößen werden immer größer. Daher wächst auch der verbrauchte Festplattenplatz bei WSUS Servern. Um nachträglich den WSUS Update Ordner verschieben zu können, bietet uns Microsoft eine kleine Hilfe.

Pexels / Pixabay

 

Um den WSUS Update Ordner verschieben zu können, benötigen wir das Kommandozeilentool “wsusutil.exe“. Über die Oberfläche ist das leider nicht möglich.

 

WSUS Update Ordner verschieben

Um zu beginnen, wechseln wir erst (Als Administrator) zur wsusutil.exe in “C:\Program Files\Update Services\Tools\“.

 

Folgender Befehl bewirkt das Verschieben, wobei “E:\WSUS” das neue Verzeichnis ist und “E:\wsus.log” die Logdatei.

Je nach Größe der vorhandenen Umgebung, kann der Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen.

WSUS Update Ordner verschieben

Nachdem der Update Content Ordner auf dem WSUS Server verschoben wurde, sollte keine weitere Konfiguration notwendig sein. 🙂

BGInfo Parameter – Übersicht – Liste

BGInfo wird verwendet, um Systeminformationen auf dem Desktop Hintergrund anzuzeigen. Dieses kleine aber hilfreiche Werkzeug ist in den Microsoft Sysinternals enthalten. Beim Aufrufen können aber mehrere BGInfo Parameter mitgegeben werden. Vor allem in größeren Umgebungen wird dies benutzt, um nicht die Übersicht zu verlieren. Man sieht sofort, auf welchem Computer man sich gerade befindet, und welche Eigenschaften dieser hat.

bginfo parameter

 

BGInfo Parameter

Beim Aufruf der BGInfo.exe sind folgende Parameter möglich:

BGInfo ParameterBeschreibung
<path>Gibt den Pfad und Namen zu einer Konfigurationsdatei an. Änderungen an der Datei werden sofort mit Klick auf “OK” oder “Apply” übernommen / gespeichert. Wenn dieser Parameter nicht angegeben wird, benutzt BGInfo die Standard-Einstellungen, die in der Registry unter “CurrentUser” gespeichert sind. (“HKEY_CURRENT_USER\Software\Winternals\BGInfo“)
/timerGibt den Countdown Timer in Sekunden an. Wenn der Timer 0 ist, wird die Anzeige aktualisiert, ohne dass der Konfigurationsdialog angezeigt wird. 300 Sekunden oder mehr deaktivieren den Timer.
/popupBGInfo zeigt nur ein PopUp Fenster mit den aktuellen Informationen, ohne den Hintergrund zu ändern. Diese werden genau so wie auf dem Hintergrund dargestellt.
/silentFehlermeldungen unterdrücken – silent
/taskbarEs wird ein Icon in der Taskbar angezeigt, ohne den Desktop Hintergrund zu ändern. Beim Klick auf das Icon werden die aktuellen Informationen angezeigt.
/allDer Hintergrund von Allen – auch von angemeldeten Benutzern wird sofort geändert. Dies ist vor allem in Terminal Server Umgebungen interessant und hilfreich.
/logAnstatt Warnungen anzeigen zu lassen, wird ein log File geschrieben. Das ist für Fehlerbehebungen sehr hilfreich.
/rtfBGInfo schreibt die konfigurierten Informationen in eine RTF Datei. Farben und Formatierungen werden beibehalten in der Datei.

 

BGInfo Parameter Beispiele

Konfigurationsdatei für ALLE, SOFORT ausführen und Fehler unterdrücken:

 

Konfigurationsdatei für angemeldeten Benutzer SOFORT, ohne Lizenzwarung und mit Fehlerunterdrückung starten:

 

 

In einem früheren Beitrag wird erklärt, wie sich BGInfo per Gruppenrichtlinie / GPO verteilen lässt. Dort werden ebenfalls BGInfo Parameter verwendet:

BGInfo mit Gruppenrichtlinie / GPO

BGInfo mit Gruppenrichtlinie / GPO

BGInfo ist in den Sysinternals von Microsoft enthalten. Mit diesem kleinen aber hilfreichen Tool lassen sich Systeminformationen auf dem Hintergrund anzeigen. Auf Servern wird dies gerne genutzt, um sich beispielsweise die IP Adresse, Hostname und Weiteres anzeigen zu lassen. Natürlich kann man BGInfo mit Gruppenrichtlinien / GPO verteilen.

bginfo

 

BGInfo mit Gruppenrichtlinie / GPO verteilen

Natürlich möchte man in großen Umgebungen nicht auf jedem Server einzeln die Einstellungen treffen. Also bleibt noch der Weg, BGInfo mit Gruppenrichtlinien auf dem Domain Controller zu verteilen. Wie das geht lest ihr in dieser Anleitung:

Schritt 1 - Tool herunterladen

Als Erstes müssen wir das Tool von Microsoft herunterladen und uns abspeichern:

BGInfo herunterladen – Microsoft

Einstellungen treffen

Das Tool wird nun mit einem Doppelklick gestartet. Dort treffen wir alle möglichen Einstellungen die wir benötigen, wie zum Beispiel:

  • DHCP Server
  • IP Adresse
  • Speicherplatz
  • CPU (Prozessor)

Die Einstellungen werden dann mit “File > Save as” unter einem beliebigen Dateinamen abgespeichert.

bginfo einstellungen

Gruppenrichtlinie erstellen

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen wurden, kann jetzt die Gruppenrichtlinie / GPO im AD erstellt werden. Die Dateien müssen lokal auf dem Computer liegen. Wenn keinen Netzwerkverbindung besteht, möchten wir ja trotzdem unsere Infos auf dem Hintergrund des Desktops haben.

 

Per Gruppenrichtlinie erstellen wir erst einen lokalen Ordner (“C:\bginfo\“), in den wir die Dateien danach kopieren.

Computer Configuration\Windows Settings\Folders\

 

Im nächsten Schritt kopieren wir die Dateien, natürlich auch per Richtlinie. Dazu legen wir die “bginfo.exe” und die angepasste Datei “settings.bgi” in ein Share, in das alle Zugriff haben. Am Besten wäre das “NETLOGON” (“\\your.domain\netlogon\“) Verzeichnis.

Computer Configuration\Windows Settings\Files\

bginfo dateien

 

Zum Schluss erstellen wir noch eine Verknüpfung in das Autostart Verzeichnis aller Benutzer. Das natürlich auch per Gruppenrichtlinie. Hierzu navigieren wir zu folgendem Pfad:

Computer Configuration\Windows Settings\Shortcuts\

Dort rufen wir die “gbinfo.exe” mit den Parametern “/SILENT /TIMER:00 /NOLICPROMPT” auf.

Jetzt muss die Gruppenrichtlinie im Active Directory (AD) nur noch auf die richtigen Computerobjekte zugewiesen werden. Danach sollte BGInfo auf den Clients nach dem nächsten Neustart  angewendet werden. 🙂

Computerinformationen auslesen für Unternehmen

In Unternehmen gibt es oft einen IT Helpdesk oder IT Support. Wenn diese nun einen Mitarbeiter zwecks eines Tickets zurück rufen, weiß er oft die Daten des Computers nicht. Mit diesem selbst geschriebenen kleinen Tool, werden alle nötigen Computerinformationen aufgelistet, bzw. Computerinformationen ausgelesen.

kalhh / Pixabay

 

Computerinformationen anzeigen

Die Fragen nach der IP Adresse, des Computernamen oder anderer Dinge, ist für den IT Helpdesk ganz normal. Nur die “normalen” Benutzer sind dann oft schon überfordert. Ich habe eine kleine EXE geschrieben, die dem Standardbenutzer die wichtigsten Informationen über den Computer ausgibt. Mit einem Doppelklick auf die Computerinfo.exe werden folgende Daten angezeigt:

  • Computername (Hostname)
  • IP Adresse
  • Domäne
  • Benutzername
  • Benutzer Alias
  • Betriebssystem
  • Status Domäne (DC erreichbar?)
  • Status Internet (Direkter Weg ins Internet?)

Natürlich kann man per Softwareverteilung die .exe Datei in “C:\Windows” kopieren lassen und dem Benutzer nur einen Shortcut / Verknüpfung auf den Desktop legen.

ComputerInfo.zip herunterladen

WSUS Connection Error

Ich hatte nun des öfteren das Problem, dass es auf einem Server 2016 einen WSUS Connection Error gab. Das sieht dann als Fehlermeldung folgendermaßen aus:

Error: Connection Error

An error occurred trying to connect the WSUS server. This error can happen for a number of reasons. Check connectivity with the server. Please contact your network administrator if the problem persists.

Click reset Server Node to try to connect to the server again.

Dieses Problem hatten bestimmt schon mehrere, und es gibt im Netz unendlich viele Problemlösungen, Fixes, Updates und Möglichkeiten dieses Problem zu beheben. Ich habe euch eine Zusammenfassung der Lösungen zusammengeschrieben 🙂

 

WSUS Connection Error – Reset Server Node

Bevor wir loslegen, sollten wir mal die Updates aufräumen und die Regeln anwenden:

 

1 - IIS App Pool anpassen

Bei vielen WSUS Servern hat es geholfen, die Speichernutzung des IIS Application Pool anzupassen. Dafür geht man wie folgt vor:

  1. Auf den WSUS Server verbinden
  2. Internet Information Services Server” (IIS) öffnen
  3. WSUS Server aufklappen
  4. Application Pools” wählen
  5. Rechtsklick auf “WsusPool
  6. “Advanced Settings…”
  7. Hier ändern wir den Wert “Private Memory Limit” auf “0

Durch diese Änderung wird die Speichernutzung des WSUS Application Pools nicht limitiert 🙂

Alternativ kann auch z.B. “4000000” für 4 GB verwendet werden – je nach dem 🙂
(Empfehlung)

2 - WSUSUTIL

Um den WSUS Connection Error zu beheben, kann folgendes kleines (mitgeliefertes) Tool benutzt werden. Die wsusutil.exe.

  1. Auf den Server verbinden
  2. Eine CMD als Administrator starten
  3. "C:\Program Files\Update Services\Tools\wsusutil.exe" postinstall /servicing

Danach muss noch ein Feature über den Server Manager installiert werden, falls es noch nicht aktiviert ist (bsp. Server 2016)

Zum Schluss einen Server Neustart / Reboot durchführen!

3 - Windows Update / Fix installieren

Microsoft hat anscheinend auch eine Lösung für das Problem gefunden. Es handelt sich um das Update KB4039396. Dieses kann man auch offiziell im Microsoft Update Cataloge herunterladen:

Update herunterladen

4 - Arbeitsspeicher / RAM

Auch wenn von Microsoft nur wenig Arbeitsspeicher angegeben ist, empfehle ich ein wenig mehr CPU und Arbeitsspeicher:

  • 2 Cores (CPU)
  • 6 GB Arbeitsspeicher

Klar läuft der Server mit weniger auch, allerdings macht es dann wirklich keinen Spaß daruaf zu arbeiten 😉

5 - WSUS Datenbank reparieren

Speichert euch folgendes Script als “cleanDB.sql” ab:

Nun Verbindet ihr euch auf den WSUS und Startet PowerShell mit Administrator Rechten.

Mit folgendem Befehl startet ihr das SQL Script auf der WSUS Datenbank:

Dan ganze kann bis zu einer Stunde dauern, also nicht erschrecken, wenn es lange dauert 😉